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Verkehrslösung für Mahlsdorf

Das Mahlsdorfer Ortsteilzentrum ist längst an seine Grenzen gestoßen. Der zunehmende Verkehr lässt sich kaum noch mit der völlig veralteten Straßenbahnlinie vereinbaren. Der zweigleisige Ausbau der Tram, um einen verlässlichen 10-Minuten-Takt zu gewährleisten, ist überfällig. Weiterhin verstärkt der Neubau einer Oberschule in der Straße an der Schule den Handlungsdruck. Die derzeitige Verkehrssituation hat sich mit der neuen Schule überlebt.

Trotz des offensichtlichen Handlungsbedarfs herrscht dennoch seit Jahren Stillstand. Die Berliner Koalition hat dieses Projekt auch zu einem Schwerpunkt im Ausbau der Straßenbahn in Berlin gemacht. Land und Bezirk konnten sich jedoch bisher nicht auf eine Variante einer Verkehrslösung Mahlsdorf einigen. Die zuständige Senatsverwaltung stellte 2016 fest, dass das Verfahren in der zurückliegenden Wahlperiode geruht habe. Immer wieder wurden von beiden Seiten unterschiedliche Informationen über die Möglichkeiten des Straßenbahnausbaus in die Öffentlichkeit getragen. An einer sachlichen Diskussion schien es kaum Interesse zu geben. Ein Antrag der Linksfraktion aus dem Jahr 2012 forderte daher, dass alle vorhandenen Untersuchungen, Studien und bisherigen Planungen transparent zusammengetragen und veröffentlicht werden sollten. Dieser Antrag wurde jedoch von der damaligen Mehrheit aus SPD, CDU und Bündnisgrünen ohne Begründung abgelehnt. Auch ein Antrag, der BVV und damit der Öffentlichkeit Informationen zum Sachstand und Perspektiven einer Verkehrslösung Mahlsdorf vorzulegen, wurde von eben jener Mehrheit abgelehnt. Klarheit über das Machbare blieb damit aus.

Mittlerweile herrscht im Bezirk aber Einigkeit über die Wiederaufnahme einer möglichst breiten und sachlichen Diskussion zu möglichen Varianten. Ein Runder Tisch kann dabei ein gutes Instrument sein, um den tatsächlichen Sachstand zu erörtern und weitere Schritte hin zu einer Verkehrslösung Mahlsdorf, die das Ortsteilzentrum entlastet und die Straßenbahn zu einem leistungsfähigen ÖPNV-Angebot macht, zu verabreden. Unser Antrag dazu wurde in der BVV-Sitzung im Januar 2018 beschlossen. Sowohl das Bezirksamt als auch der Senat sind nun aufgefordert, aufeinander zuzugehen und im Sinne der Bürgerinnen und Bürger in Mahlsdorf alle Varianten zu besprechen und in einem Abwägungsprozess die beste Lösung zu erarbeiten.