Müllchaos beenden statt Reinigung kürzen – Senat reduziert wöchentliche Reinigungseinsätze an sechs Standorten in Marzahn-Hellersdorf
Mit der 27. Änderungsverordnung zu den Berliner Straßenreinigungsverzeichnissen will der Senat die Reinigung an sechs Standorten in Marzahn-Hellersdorf reduzieren. Eine konkrete Begründung für die einzelnen Herabstufungen wird nicht geliefert.
Betroffen sind:
- die Fußgängerzone an der Marzahner Promenade
- der Victor-Klemperer-Platz
- die Fußgängerzone an der Sella-Hasse-Straße hinter dem Gesundheitszentrum, zwischen Ludwig-Renn-Straße 72 und Mehrower Allee 22
- die Fritz-Lang-Straße zwischen Henny-Porten-Straße und Janusz-Korczak-Straße
- die Henny-Porten-Straße zwischen Stendaler Straße und Fritz-Lang-Straße
- der westliche Abschnitt der Quedlinburger Straße ab Stendaler Straße
Dazu erklären Sarah Bigall und Bjoern Tielebein, Spitzenkandidierende der Linken Marzahn-Hellersdorf:
„Es ist völlig unverständlich, dass der schwarz-rote Senat ausgerechnet in der Fußgängerzone der Marzahner Promenade, auf dem Victor-Klemperer-Platz und an der Sella-Hasse-Straße hinter dem Gesundheitszentrum weniger reinigen lassen will. Auch für die Fritz-Lang-Straße, die Henny-Porten-Straße und den westlichen Abschnitt der Quedlinburger Straße legt er nicht dar, warum weniger Reinigungen pro Woche ausreichen sollen. Das sind Einkaufs-, Aufenthalts- und Wohnbereiche sowie wichtige Wegeverbindungen. Warum ausgerechnet dort weniger Reinigung ausreichen soll, bleibt völlig offen.
Viele Kieze leiden bereits heute unter dem Müllchaos. Die richtige Antwort darauf sind häufigere Reinigungen – nicht Kürzungen ohne nachvollziehbare Begründung. Wir fordern den schwarz-roten Senat dazu auf, diese Änderungen nicht in Kraft treten zu lassen. Saubere Straßen sind eine Grundvoraussetzung für lebenswerte Kieze.“
