Kinder und Jugendliche haben ein Anrecht schwimmen zu lernen! - Ferienschwimmkurse für Alle verstetigen!
Drucksache - 0658/IX
Überfraktioneller dringlicher Antrag der Fraktion DIE LINKE, Fraktion der SPD, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
Die BVV möge beschließen:
Das Bezirksamt wird ersucht, sich an den geeigneten Stellen in den Senatsverwaltungen einzusetzen, die Ferienschwimmkurse zu verstetigen und die Kapazitäten im Bezirk zu erhöhen. Bei der Auswahl der Träger dieser Angebote ist darauf zu achten, dass die Ferienschwimmkurse inklusiv angeboten werden. Hör- und sehbeeinträchtigte Kinder dürfen nicht abgewiesen werden, weil die Träger nicht in der Lage sind, diese Personengruppen in ihren Angeboten zu integrieren. Da es sich hier um einen originären Bildungsauftrag handelt, der in den letzten zwei Jahren vernachlässigt wurde, sollte dieses Angebot für die Familien kostenneutral sein.
Begründung:
Die Ferienschwimmkurse haben in den letzten beiden Kalenderjahren einen enormen Bedarf offenbart. Die Schwimmzeiten waren schnell ausgebucht, so dass nicht alle Kinder die Möglichkeit der Teilnahme hatten. Die Kinder, die während des Schwimmunterrichtes nicht das Seepferdchen oder das Bronze-Abzeichen erlangt haben, sollen gezielt über geeignete Stellen angesprochen werden.
Des Weiteren sollen Kinder mit Beeinträchtigungen in speziellen Schwimmangeboten integriert werden, damit auch diese Kinder die Möglichkeit des Erlangens eines Abzeichens erhalten.
Begründung der Dringlichkeit:
Ein Schwimmunterricht hat für Kinder und Jugendlichen in den letzten 2 Jahren Pandemiebedingt nur rudimentär stattgefunden. Seit dem letzten Jahr warnen Expertinnen und Experten vor einer heranwachsenden „Generation von Nichtschwimmern“. Diesem muss unmittelbar begegnet werden.
Auch in der Sitzung des Schulausschusses zum Thema Schulschwimmen am 16.06.2022 wurden die gravierenden Defizite beim Schwimmenlernen und in der Personalsituation deutlich.
