Keinen Vandalismus dulden, auch nicht am „Gedenkstein an den sowjetischen Soldatenfriedhof
Drucksache - 0882/IX
Antrag Fraktion DIE LINKE, beteiligt Fraktion der SPD, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
Die BVV möge beschließen:
Das Bezirksamt wird ersucht, umgehend die durch Vandalismus entstandenen Schäden am „Gedenkstein an den sowjetischen Soldatenfriedhof“ im Schlosspark Biesdorf zu beseitigen.
Begründung:
Aus Anlass des 80. Jahrestages des Überfalls des faschistischen Deutschlands auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 haben das Bezirksamt Marzahn‐Hellersdorf und der Verein „Freunde Schloss Biesdorf e.V.“ einen Gedenkstein am Rande des für gefallene Soldaten eingerichteten ehemaligen Grabfeldes im Schlosspark Biesdorf gesetzt.
Die Inschrift des Steines erinnert an den von 1946 bis 1958 im südlichen Teil des Schlossparks bestandenen sowjetischen Soldatenfriedhof mit vier Grabfeldern für Soldaten, Offiziere, zivile Tote und Kinder. Die Toten wurden 1958 auf den Parkfriedhof Marzahn umgebettet, wo das heutige sowjetische Ehrenmal errichtet wurde.
Der Gedenkstein wurde vor dem Sommer, wahrscheinlich politisch motiviert, mit schwarzer Farbe beschmiert. Dies wurde dem Bezirksamt angezeigt. Bisher wurde nichts zur Beseitigung dieses Vandalismusschadens unternommen.
