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Gymnasiale Oberstufe für Gemeinschaftsschulen auch im Bezirk Marzahn-Hellersdorf!

Drucksache - 0625/IX

Antrag Fraktion DIE LINKE, beteiligt Fraktion der SPD


Die BVV möge beschließen:

Das Bezirksamt wird ersucht, zum Schuljahr 2024/25 an einer Gemeinschaftsschule in Marzahn-Hellersdorf eine Gymnasiale Oberstufe in Kooperation mit den anderen Gemeinschaftsschulen im Bezirk einzurichten.


Begründung:

Die wissenschaftliche Begleitung der Entwicklung der Gemeinschaftsschulen von Berlin hat gezeigt, dass lernschwache und lernstarke Schüler*innen durch gemeinsames Lernen an Gemeinschaftsschulen bessere Leistungen erzielen. Der Bildungserfolg kann hier am besten vom Sozialstatus der Eltern entkoppelt werden. Hier wird Inklusion gelebt. Die Erfolge in den Gemeinschaftsschulen wurden erreicht, obwohl diese Schulen jeweils einen überdurchschnittlichen Anteil an Schüler*innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf oder nichtdeutscher Herkunftssprache sowie aus armen Verhältnissen haben.

Gemeinschaftsschulen sind Schulen des gemeinsamen Lernens von der Einschulung bis zum Erreichen des bestmöglichen Schulabschlusses, also auch bis zum Abitur.

Bisher ist es so, dass die Gemeinschaftsschulen in Marzahn-Hellersdorf eine neue Pädagogik & Lernkultur des längeren gemeinsamen Lernens in Grund- und Sekundarstufe I entwickeln und dann aber im Widerspruch zu „Einer Schule für alle“ diejenigen Schüler*innen, die ein Abitur erreichen wollen, die Schule verlassen müssen. Oft geschieht das bereits nach der 6. Klasse.

Den Weg bis zum Abitur durchgängig in Marzahn-Hellersdorf an Gemeinschaftsschulen zu ermöglichen, entspricht dem Schulgesetz und muss endlich Realität werden.

 

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