Bowlingbahn am Feldberger Ring muss erhalten bleiben: Linke mit Vorstoß zum Denkmalschutz

Am Donnerstag tagt die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) - und die Linke fordert das Bezirksamt auf, zu prüfen, ob für die Bowlingbahn am Feldberger Ring in Hellersdorf Denkmalschutz geltend gemacht werden kann. Der Grund: Es handelt sich vermutlich um das letzte erhaltene Exemplar einer sogenannten ESK-Kaufhalle in Hellersdorf, wie sie zu DDR-Zeiten nach standardisierter Typenbauweise errichtet wurden.

Auf dem Grundstück der Bowlingbahn am Feldberger Ring in Hellersdorf sollen Luxuswohnungen gebaut werden, der Bowlingbahn selbst droht die Schließung und der Abriss. Anwohnerinnen und Anwohner haben sich bereits organisiert und eine Unterschriftenaktion gestartet. Zwar beschloss das Bezirksparlament bereits im November auf Initiative von SPD und CDU einen Antrag, wonach das Bezirksamt sich bei der Firma LIDL dafür einsetzen soll, dass in die neuen Häuser eine Bowlingbahn integriert werden kann. Es geht jedoch um mehr als nur um eine Bowlingbahn: nämlich um die Frage, ob und wie Anwohnerinnen und Anwohner sich an der Planung ihres Kiezes beteiligen können. Die Linke fordert einen Bebauungsplan mit umfassender Bürgerbeteiligung.


„Wir müssen jetzt alle Register ziehen“, sagt Steffen Ostehr, Sprecher der Linksfraktion für Bürgerbeteiligung, „um zu verhindern, dass hier schon bald vor Ort Fakten geschaffen werden. Auch der Denkmalschutz wäre ein mögliches Instrument, welches das Bezirksamt hier prüfen sollte. Denn es handelt sich wohl um die letzte noch erhaltene DDR-Kaufhalle vom Bautyp ESK.“