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Klaus-Jürgen Dahler, Sprecher für Haushalts- und Finanzpolitik

Mangels Freibad – Seen in Siedlungsgebieten wieder beliebte Badeorte

Da der Bezirk Marzahn-Hellersdorf noch immer kein eigenes Freibad hat, werden nun wieder die Seen in den Siedlungsgebieten zu beliebten Badeorten. So können die Hellersdorfer mit der U5 recht schnell den Biesdorfer Baggersee erreichen. Das ca. 60000 Quadratmeter große Gewässer zwischen der U-Bahn-Trasse und den Bahngleisen entstand nach dem Zweiten Weltkrieg durch Kiesentnahme. Der See ist bis zu 5 Meter tief, und das Baden ist im See verboten. Die Wasserqualität entspricht nicht den geforderten Normen. Das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf hat den See mit einem Strand befestigt und möchte einen Imbiss am Strand aufstellen. Damit wird entgegen den gesetzlichen Bestimmungen das Baden im See noch attraktiver. Die Kaulsdorfer Seen befinden sich in Kaulsdorf-Süd. Hier liegen der Habermannsee, der Butzer See und der Elsensee. Während der Habermannsee und der Butzer See durch Sand bzw. Kiesgewinnung in den 1930er Jahren entstanden, wurde der Elsensee erst in den 1960er Jahren ausgebuddelt. In der den 1980er wurde er als Badesee für die Großsiedlungen Marzahn und Hellersdorf konzipiert. Alle drei Kaulsdorfer Seen befinden sich im 95 Hektar großen Landschaftsschutzgebiet. In den jetzt bevorstehenden Sommermonaten werden die Seen mangels eigenem Freibad von Tausenden Badegästen genutzt. Dadurch wird die Wasserqualität gesenkt und es wird gegen die Bestimmungen der Trinkwasserverordnungen verstoßen. DIE LINKE setzte sich nach der endgültigen Schließung des Kaulsdorfer Wernerbades für die Schaffung eines legalen Badestandortes ein. Hier sollten erforderliche Parkflächen, die Anbindung an den ÖPNV und die behutsame Nutzung zur Erholung berücksichtigt werden. Wir werden wie in den vergangenen Jahren weiter darauf drängen, dass dem normalen Bedürfnis nach Naherholung und Baden für alle Bevölkerungsschichten nachgekommen wird. Die Schaffung eines Spaß- und Freizeitbades am Tierpark auf Kosten der Schließung bestehender Schwimmhallen kann nicht die Lösung für das Bedürfnis nach Baden sein.