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Klaus-Jürgen Dahler, Sprecher für Haushalts- und Finanzpolitik der Linksfraktion

Aus den Siedlungsgebieten: Bauliche Gründe führen zu Verzögerung der Wiedereröffnung des Schlosses Biesdorf

Die Bauarbeiten im Schloss Biesdorf sind in vollem Gange. Gegenwärtig arbeiten über 20 Firmen gleichzeitig am Bauvorhaben. Das Bezirksamt berichtete gegenüber dem Hauptausschuss der BVV, dass bei allen Fortschritten der Sanierungsarbeiten im Schloss sich der Wiederaufbau wesentlich teurer gestaltet als er prognostiziert und geplant war.

DIE LINKE. Marzahn-Hellersdorf hat sich in ihrem kommunalpolitischen Wirken über viele Jahre für den Erhalt und den Wiederaufbau des Schlosses Biesdorf eingesetzt. Die 1868 gebaute spätklassizistische Turmvilla, die von Architekten wie Martin Gropius, Heino Schmieden und Theodor Astfalck geschaffen wurde, ist ein Denkmal, das im Land Berlin einen einmaligen Charakter besitzt. Am Tag des Offenen Denkmals 2014 hatte der Bauherr des Wiederaufbaus des Schlosses, das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf, gemeinsam mit der „Stiftung OST-WEST-BEGEGNUNGSSTÄTTE Schloss Biesdorf e.V.“ und dem sozialen Stadtteilzentrum Biesdorf eine Besichtigung der Baustelle ermöglicht. Zugleich wurde in den Räumen des Stadtteilzentrums, Alt Biesdorf 15, eine Ausstellung mit Schloss-Gemälden eröffnet. Später wurden die Besucher über die Verwendung von Farben bei der Gestaltung des Schlosses informiert.

Die Bauarbeiten im Schloss Biesdorf sind in vollem Gange. Gegenwärtig arbeiten über 20 Firmen gleichzeitig am Bauvorhaben. Das Bezirksamt berichtete gegenüber dem Hauptausschuss der BVV, dass bei allen Fortschritten der Sanierungsarbeiten im Schloss sich der Wiederaufbau wesentlich teurer gestaltet als er prognostiziert und geplant war. Das hat vor allem bauliche Gründe. Der Schutt des während des Krieges verbrannten Obergeschosses lag jahrzehntelang auf dem tragenden Mauerwerk des Erdgeschosses. Dadurch bildete sich eine starke Schicht aus verbranntem Putz und Geröll. Diese starke Belastung führte dazu, dass etliche Tonnen Bauschutt abgetragen und als Sondermüll entsorgt werden mussten. Die vorhandene Bausubstanz konnte folglich nicht genutzt werden und es musste eine neue Unterbaukonstruktion geschaffen werden. Momentan befindet sich das Untergeschoss im Ausbau. Das Erdgeschoss befindet sich im Rohbau, und mit der Rekonstruktion des Obergeschosses wurde begonnen. 

Klaus-Jürgen Dahler