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Nahversorgung im Marchwitza-Kiez auch während der Bauphase sicherstellen

Die Linksfraktion hat die geplanten Neubauvorhaben in der Marchwitzastraße 29-31 in der Sitzung der BVV am 24. 10. 2019 zum Thema gemacht und eine Sicherstellung der Nahversorgung auch während der Bauarbeiten gefordert. Dazu erklärt Bjoern Tielebein, stadtentwicklungspolitischer Sprecher der Linksfraktion: 

Der Eigentümer der Flächen in der Marchwitzastraße 29-31 plant dort Wohnungsneubau und ist dazu auch schon längere Zeit mit dem Stadtplanungsamt im Gespräch. Die Linksfraktion erwartet, dass wenn in einem der ältesten Gebiete der Großsiedlung Abriss und Neubau stattfinden, der Bauherr und das Bezirksamt sorgsam mit der gewachsenen Kiezstruktur und den historischen Zeugnissen der Entstehungsgeschichte der Marzahner Großsiedlung umgehen.

Konkret plant der Investor den Bau von drei elfgeschossigen Häusern mit 230 Wohneinheiten, wobei das nördliche der Gebäude als Punkthochhaus geplant ist. In einer Tiefgarage sind 93 Parkplätze sowie oberirdisch 40 Parkplätze vorgesehen. Auch eine Kita ist in Planung.

Im Erdgeschoss der beiden südlichen Gebäude sind Gewerbeflächen für den Rewe-Markt, die Apotheke und Ärzte geplant und die gesamte Verkaufsfläche soll größer sein als die bisherige. Die Nahversorgung ist also für die Zeit nach den Bauarbeiten gesichert.

Doch auch während der Bauphase muss die Nahversorgung sichergestellt sein. Viele Bewohnerinnen und Bewohner, insbesondere des nahe gelegenen KURSANA-Domizils, sind auf eine wohnortnahe Versorgung im Marchwitza-Kiez angewiesen. Im Sinne einer anwohnerfreundlichen Lösung für das Bauvorhaben, sollte das Bezirksamt mit allen am Neubau beteiligten Akteuren dafür eine Lösung finden. Eine temporäre Nahversorgung während langer Bauzeiten ist durchaus nicht unüblich. REWE hat damit in Berlin bereits Erfahrungen gesammelt. Wir fordern in unserem Antrag deshalb vom Investor und Rewe selbst, dass zunächst auf dem Gelände des Ärztehauses eine temporäre Nahversorgung gewährleistet wird, bis das neue Gebäude errichtet ist. Mit dessen Fertigstellung kann die temporäre Nahversorgung beendet und der Neubau auf der Fläche des heutigen Ärztehauses begonnen werden.

Da bislang noch keine Baugenehmigung erteilt worden ist, kann noch nicht genau gesagt werden, wie die Bebauung und Wegebeziehungen genau aussehen werden. Am 8. November um 17:30 wird eine Einwohnerversammlung des Projektentwicklers zur Bebauung im Bürgerhaus Südspitze stattfinden. Daran wird auch Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle teilnehmen. Die Versammlung soll auch dazu dienen, Anregungen der Anwohnerinnen und Anwohner aufzunehmen. Wir erwarten vom Investor, dass auch nach dieser Versammlung regelmäßig über die weiteren Schritte öffentlich informiert wird, und die Anwohnerinnen und Anwohner die Möglichkeit haben, ihre Anregungen und Kritiken wirksam einzubringen.