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Tag der Sternenkinder – Betroffene Eltern nicht alleine lassen

Heute wird all den Kindern gedacht, die während der Schwangerschaft, oder während bzw. kurz nach der Geburt starben. Für diese Sternenkinder wird um 19 Uhr eine Kerze entzündet.

20–30 % der Schwangerschaften enden leider mit einer Fehl- oder Totgeburt, genaue Zahlen zu Sternenkindern gibt es nicht, da Kinder, die mit einem Gewicht unter 500g versterben nicht vom Statistischen Bundesamts ausgewiesen werden.

Wir sollten diesen Gedenktag aber auch nutzen, um an die Eltern zu denken, die ein Kind verloren haben. Dieser belastende und meistens auch traumatische Schicksalsschlag wird leider noch viel zu oft in unserer Gesellschaft tabuisiert. Und vor allem der Verlust eines Kindes vor der 12. Schwangerschaftswoche wird nur allzu oft von den Betroffenen verschwiegen und sie sind mit ihrer Trauer auf sich gestellt.

Der Verlust eines Kindes, egal zu welchem Zeitpunkt in der Schwangerschaft oder kurz nach der Geburt sollte kein Tabuthema sein. Eltern sollten mit ihrem Schmerz und ihrer Trauer nicht allein gelassen werden. Betroffenen Müttern und Vätern sollte eine Elternzeit zur Verfügung stehen, in der sie ihren Verlust, wenn nötig mit zur Seite gestelltem Fachpersonal verarbeiten können. Eine Auszeit vom Alltag ist in dieser Situation nötig und sollte den betroffenen Eltern auch gewährt werden.

Sarah Fingarow, familienpolitische Sprecherin