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Pflücken erlaubt! Nachhaltig, gesund und für alle da, die „essbare Stadt“

Eine essbare Stadt? Klingt utopisch, ist es aber nicht. Das Konzept was sich dahinter verbirgt, ist relativ simple aber auch vielfältig: Obstbäume neben Spielplätzen, Hochbeete in Parkanlagen und ein Küchengarten neben dem Rathaus. Allen Projekten liegen die gleichen Ideen zu Grunde: der Stadtraum soll für den Lebensmittelanbau nutzbar gemacht werden, das zusätzliche Grün wertet das Stadtbild auf und verbessert das Mikroklima.

Des Weiteren fördern die öffentlichen, für jeden nutzbaren Gartenprojekte das Gemeinschaftsgefühl der Bürger*innen, wenn sie sich zum Gärtnern und zur Pflege der Projekte treffen, sie werden zu sogenannten „Prosumenten“, sie sind also Produzent und Konsument gleichermaßen.

Das Konzept der essbaren Stadt wurde 2008 in England entwickelt und hat sich von dort schnell verbreitet. Mittlerweile gibt es über 60 Städte die sich mit Projekten an der essbaren Stadt beteiligen, seit 2014 gehört auch der Bezirk Zehlendorf mit dazu.

Wir sind der Meinung das dieses nachhaltige Konzept unterstützenswert ist und auch bei uns in Marzahn-Hellersdorf umgesetzt werden kann und sollte.

Deshalb haben wir in der vergangen Bezirksverordnetenversammlung einen Antrag eingebracht, in dem das Bezirksamt gebeten wird, zu prüfen, inwieweit es möglich ist einheimische Nutzpflanzen in die Pflanzliste aufzunehmen und an geeigneten Orten, vorzugsweise in der Nähe von Schulen, Kindergärten und Jugendfreizeiteinrichtungen anzupflanzen.

Diesem Antrag haben sich Bündnis90/Grüne, SPD und Tierschutzpartei angeschlossen und der Antrag wurde mit deutlicher Mehrheit beschlossen.

Sarah Fingarow, unsere Sprecherin für Familien- und Wohnungspolitik dazu:

Ein erster Schritt könnte es sein, dort wo der Bezirk ohnehin zur Begrünung pflanzt, Ziergehölze durch Obstbäume und -sträucher zu ersetzen. Ein Kirschbaum oder Heidelbeerstrauch am Spielplatz beispielsweise oder eine Hecke aus Himbeeren statt Rosensträuchern. Der Bezirk sollte anstreben, bei der Umsetzung der essbaren Stadt auch Wohnungsbaugesellschaft mit ins Boot zu holen.