Für kostenfreies Trinkwasser - Linksfraktion fordert Sofortmaßnahmen für Hitzeschutz

Das Sozialamt Marzahn-Hellersdorf hat den ersten Wasserspender in einem Wartebereich des Bezirksamtes eingeweiht. Damit setzt das Amt eine Forderung der Linksfraktion um. Wir freuen uns über den Schritt - aber finden, dass dies noch lange nicht genug ist. Bei hohen Sommertemperaturen müsste das Bezirksamt nicht nur punktuelle Leuchtturmprojekte umsetzen, sondern in allen öffentlichen Gebäuden kostenfreies Trinkwasser zur Verfügung stellen. So war es im Hitzeschutzaktionsplan vorgesehen, den die Bezirksverordnetenversammlung bereits im April 2023 beschlossen hatte. Doch CDU und SPD verweigern die Umsetzung.

 

„Wir freuen uns sehr über den bisher einzigen Wasserspender im Bezirksamt, das ist ein Schritt in die richtige Richtung“, kommentiert Bjoern Tielebein, Vorsitzender der Linksfraktion Marzahn-Hellersdorf. „Ein Wasserspender ist jedoch nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Es muss in allen öffentlichen Einrichtungen kostenfreies Trinkwasser zur Verfügung gestellt werden. Ein Schluck Wasser während der Wartezeit im Amt kann zum Erhalt der Gesundheit beitragen“, so Tielebein weiter.

Der 2023 beschlossene Hitzeschutzaktionsplan sieht vor, dass im ganzen Bezirk Abkühlungsorte ausgewiesen werden und dass während akuter Hitzewellen mobile Wasserdüsen eingesetzt werden. Doch keine dieser und weiterer Maßnahmen hat das Bezirksamt bisher umgesetzt.

Und auch in der BVV-Sitzung vom 17. Juli 2025 haben die anderen Parteien keine Bereitschaft zum schnellen Handeln gezeigt. Die Initiative der Linken, Sofortmaßnahmen für den Sommer 2025 umzusetzen, wurde nicht umgehend beschlossen, sondern in drei verschiedene Ausschüsse zur weiteren Beratung überwiesen.

„Das sind wichtige Maßnahmen“, so Tielebein weiter, „und da braucht es doch keine langen Debatten im Hauptausschuss, um zu klären, ob man jemandem in einer öffentlichen Einrichtung ein Glas Wasser zur Verfügung stellt oder die Möglichkeit gibt, die Trinkflasche aufzufüllen.“