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Auf der markierten Fläche sollen die "Fliegenden Klassenzimmer" auf dem Lehnitzplatz entstehen.

Zur Situation an der Mahlsdorfer Kiekemal-Grundschule

Wie ist die Schulsituation in Mahlsdorf?

Seit Jahren hält der Zuzug von Familien mit Kindern in das Siedlungsgebiet an. In der Folge sind viele Schulen überbelegt. Die Linksfraktion hat sich bereits in der vergangenen Wahlperiode wiederholt für die Überarbeitung des Schulentwicklungsplans eingesetzt, um frühzeitig die Platzprobleme lösen zu können. Außerdem haben wir immer für die Reaktivierung des Schulstandortes an der Elsenstraße gekämpft und hatten damit Erfolg. Doch erst seitdem der rot-rot-grüne Senat mit der Schulbauoffensive gestartet ist, geht es voran: Auf unsere Initiative hin und durch das schnelle Handeln unserer Immobilienstadträtin konnten ehemalige Schulstandorte wieder als Vorhalteflächen für Schulen gesichert werden. Die neue Integrierte Sekundarschule in der Straße An der Schule ist fertiggestellt und weitere Neubauten sind in Mahlsdorf geplant: An der Elsenstraße entsteht bis 2024 eine neue Grundschule und auf einer Brache zwischen Landsberger Straße und Bisamstraße in Mahlsdorf-Nord soll eine weitere Integrierte Sekundarschule (Gemeinschaftsschule) in Schnellbauweise gebaut werden.

Wie ist die Situation an der Kiekemal-Grundschule?

Die Kiekemal-Grundschule am Hultschiner Damm ist bereits jetzt überbelegt und seit zwei Jahren stehen auf dem Schulhof Schulcontainer, um Schüler*innen aufzunehmen. Für das kommende Schuljahr deutet sich eine weitere Verschärfung der Situation an: Drei Klassen verlassen die Schule und fünf neue werden eingeschult. Aufgrund des Platzmangels müssen zwei zweite Klassen dann vom Hultschiner Damm zur Franz-Carl-Achard-Grundschule in Kaulsdorf mit dem Bus geshuttelt werden. Die Finanzierung des Transfers (eine sechsstellige Summe) übernimmt der Berliner Senat und die Kinder werden dort in den neuen Räumen des neu errichteten Modularen Ergänzungsbaus (MEB) unterrichtet.

Was wollen die Eltern?

Die Eltern der Kiekemal-Schule setzen auf den Bau eines sogenannten „Fliegenden Klassenzimmerns” – bestehend aus Containern – auf dem Lehnitzplatz Ecke Lehnitzstraße/Bütower Straße. Verständlicherweise wünschen sich die Eltern die Aufstellung der Container zum kommenden Schuljahresbeginn im August. Die BVV Marzahn-Hellersdorf hatte im Oktober 2019 einen entsprechenden Antrag dazu beschlossen und die ursprünglichen Planungen aus dem Schulamt sahen die Aufstellung bis spätestens August 2020 vor. Laut unserer zuständigen Bezirksstadträtin Juliane Witt ist eine Fertigstellung und Übergabe an das Schul- und Sportamt aber erst zu Ende März 2021 möglich.

Wie ist der Zeitplan zur Aufstellung von „Fliegenden Klassenzimmern“?

Das Bauamt hat mittlerweile die Planung übernommen und seit März 2020 ist ein Planungsbüro beauftragt. Die Erstellung der Bauplanungsunterlagen ist in Arbeit und noch im Juni 2020 soll der Bauantrag eingereicht werden. 12 Klassenräume samt Funktionsräumen und Mensa sind auf der Fläche möglich.

Die Erarbeitung der Genehmigungsunterlagen zur Einreichung des Bauantrags nimmt eine gewisse Zeit in Anspruch. Ebenso liegt ein Naturschutzgutachten, welches das Grundstück zur Bebauung freigibt, noch nicht vor. Geplant ist, dass bis Ende Oktober 2020 die Baugenehmigung erteilt ist. Ende September 2020 wird die Bauleistung europaweit ausgeschrieben. Bis zur Beauftragung vergehen dann aber noch mal zwei Monate.

Hinzu kommt die Corona-Krise: Aufgrund dieser gibt es auch an den Standorten Habichtshorst und Schleipfuhl Verzögerungen beim Aufstellen von Containern. Da der Shutdown auch Hersteller von Containern betrifft, kommt es zu Lieferengpässen. Das Bezirksamt rechnet mit einer Herstellungszeit von drei bis vier Monaten. Parallel sollen schon die Erschließungsarbeiten am Grundstück erfordern. Eine weitere Hürde stellen Quarantäne-Vorschriften bei der Ein- und Ausreise der Monteure dar.

Welche Optionen gab es noch für die Kiekemal-Grundschule?

Am Standort Elsenstraße sollte ursprünglich noch vor der Errichtung eines neuen Grundschulgebäudes ein Modularer Ergänzungsbau (MEB) bis 2021 entstehen. Dieser MEB sollte der Entlastung der angespannten Schulplatzsituation in Mahlsdorf und somit auch als Ausweichstandort für die Kiekemal-Grundschule dienen. 2019 zerschlugen sich diese Pläne: Zunächst zog sich das olfaktorische Gutachten zur Geruchsbelastung durch den Alba-Recylinghof über lange Zeit hin – mit dem Ergebnis: Die Grenzwerte für Geruchsbelastungen werden nicht überschritten. Zwischenzeitlich entschied der Senat, dass eine komplett neue vierzügige Schule ohne MEB gebaut werden soll. Die Linksfraktion und die SPD hatten sich noch im Februar 2019 für die Errichtung einer MEB eingesetzt und eine Umsetzung der ursprünglichen Planung gefordert.


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