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Wohnbebauung an der Ludwig-Renn-Str. 28, 30 geplant

Im weitläufigen Hofinnenbereich der Ludwig-Renn-Str. 28, 30 sollen etwa 80 Wohnungen entstehen. Das ergab eine Anfrage unseres Fraktionsvorsitzenden Bjoern Tielebein. Das Grundstück war bis 2004 mit einer Kita bebaut und wurde als Potentialfläche für Wohnungsbau festgelegt.

Wie das Bezirksamt mitteilt, soll ein Bebauungsplanverfahren eingeleitet werden, um das bestehende Baurecht zu begrenzen. Der Bezirk setzt sich dafür ein, dass die landeseigene Fläche vorzugsweise an eine landeseigene Wohnungsbaugesellschaft oder an eine Genossenschaft veräußert wird, wobei auch auf besondere Wohnformen (zum Beispiel Senior*innen-WGs) Wert gelegt wird.

Um die Akzeptanz für die oft unpopuläre Nachverdichtung zu steigern, wurde bereits am 24. Oktober 2018 ein Informationsveranstaltung im Freizeitforum – hauptsächlich für die Anwohner*innen – organisiert. Dabei äußerten viele den Wunsch, die Fläche unbebaut zu lassen.

In einem Workshop am 22. November 2018 konnten die Anwohner*innen ihre Wünsche zur Bebauung äußern. Viele sprachen sich dabei für eine weitgehende Erhaltung des grünen Innenhofes aus. Weiterhin gab es den Wunsch nach einer Tiefgarage, Senior*innen-WGs bzw. Wohnungen, einer Kita und einem Arzt im Erdgeschoss, begrünten Dachflächen und optimaler Parkplatzgestaltung. Die vorgestellten Vorzugsvarianten sehen maximal 6 Etagen vor. Eine andere Variante mit maximal 4 Etagen hätte eine Verringerung der Grünflächen zur Folge. Die Vorschläge der Anwohner*innen sollen im Bebauungsplanverfahren berücksichtigt werden. Sobald dieses eingeleitet wird, ist eine Beteiligung der Öffentlichkeit formal vorgesehen. Die Ergebnisse aller bisherigen Informationsveranstaltungen möchte das Bezirksamt im Internet veröffentlichen.

Die Linksfraktion setzt sich dafür ein, dass die Nachverdichtung in der Großsiedlung Marzahn-Hellersdorf nicht zulasten der Wohnqualität der Mieter*innen in der Bestandsbebauung führt. In der Ludwig-Renn-Straße 28, 30 hat unsere Bezirksbürgermeisterin und Stadträtin für Stadtentwicklung, Dagmar Pohle, mit der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit einen wichtigen Schritt getan, um die Akzeptanz für die Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum zu steigern. Wir werden das Verfahren weiter beobachten und Sie über neue Entwicklungen informieren.

Update:
Am 26. Februar hat das Bezirksamt beschlossen, für die geplante Bebauung einen Bebauungsplan aufzustellen. Nachzulesen ist die Begründung zur Aufstellung in der Vorlage des Bezirksamtes Nr. 0279/V (Ds. 1340/VIII). Ziele des Bebauungsplanes sind:

  • Der Bebauungsplan soll eine städtebauliche Nachverdichtung mit Wohnbebauung ermöglichen, um die wachsende Stadt mit Wohnraum für die Bevölkerung zu versorgen.
  • Es sollen im Sinne einer positiven Gesamtentwicklung die planungsrechtlichen Grundlagen geschaffen werden, um die baulich-räumliche Entwicklung des Plangebiets so zu steuern, dass die gebietsprägenden Freiraumqualitäten des Innenbereiches erhalten und gesichert werden sowie das Ortsbild bewahrt bleibt.
  • Nachbarschaftliche Interessen sollen gewahrt, die angrenzende Wohnbebauung soll vor unzumutbaren nachteiligen Veränderungen geschützt und gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse gewährleistet werden. Mit dem Bebauungsplan sind mögliche Konflikte zu bewältigen.
  • Die Ziele des bezirklichen Einzelhandelskonzepts sollen zum Schutz der zentralen Versorgungsbereiche berücksichtigt werden.
  • Die Einhaltung der Ziele des Flächennutzungsplans (Wohnbaufläche 2 mit einer Geschossflächenzahl bis zu 1,5) soll gewährleistet werden.

Möglich wäre laut Vorlage eine Bebauung mit Elfgeschossern. Die Festsetzungen im Bebauungsplan werden laut Vorlage das Maß der Nutzung jedoch begrenzen, "um die guten Wohnverhältnisse sowohl für die vorhandenen als auch zukünftigen Einwohnerinnen und Einwohner zu erhalten." Ebenso ist der "Erhalt großer begrünter Blockinnenbereiche gleichzeitig eine Maßnahme im Sinne des Natur- und Klimaschutzes".


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