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Unsere Seilbahn braucht eine sichere Perspektive

Der Berliner Senat streitet derzeit über die Zukunft der Seilbahn in Marzahn-Hellersdorf. Nachdem eine Eingliederung der Anlage in den Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg abgelehnt wurde, steht nun auch eine langfristige Finanzierung in der Bewirtschaftung der Grün Berlin in Frage. Erst mit Beschlussfassung des Doppelhaushaltes 20/21 ebnete das Abgeordnetenhaus den Weg für eine Finanzierung, indem es die Mittel für die Betriebskosten bereitstellte. Seit der IGA 2017 verbindet dieses ökologische Verkehrsmittel die beiden Bezirksteile östlich und westlich des Wuhletals und bringt Besucherinnen und Besucher in die international bekannten „Gärten der Welt“.

Dazu erklären die Bezirksbürgermeisterin von Marzahn-Hellersdorf Dagmar Pohle und der direkt gewählte Abgeordnete für Hellersdorf-Süd und Kaulsdorf-Nord Kristian Ronneburg:

„Die derzeitige Unsicherheit über die Zukunft unserer Seilbahn ist für den Bezirk sehr bedrückend. Viele Menschen in Marzahn-Hellersdorf sehen in diesem für Berlin einzigartigen Verkehrsmittel inzwischen ein Symbol und verbinden damit ein selbstbewusstes Bild unseres Stadtbezirks.

Wir brauchen endlich ein klares Bekenntnis des Senats zum langfristigen Erhalt der Seilbahn. Dafür müssen sich vor allem parteiübergreifend die Abgeordneten der demokratischen Parteien aus Marzahn-Hellersdorf stark machen. Das gegenseitige Zuschieben von Schuld und Verantwortung für die andauernde Unsicherheit hilft nicht weiter.

Als verantwortliche Politikerinnen und Politiker wissen wir um die schwierige finanzielle Situation und dass die Senatsfinanzverwaltung in diesen Zeiten, eher zurückhaltend mit langfristigen Finanzierungszusagen umgeht. Dennoch ist gerade jetzt eine mehrjährige Sicherung der Marzahn-Hellersdorfer Seilbahn ein wichtiger Baustein für die wirtschaftliche Entwicklung am östlichen Berliner Stadtrand und ein Signal für die Stärkung der touristischen Bedeutung der „Gärten der Welt“, die sich großer Beliebtheit erfreuen. Nicht umsonst haben die Wirtschaftsverwaltung und der Senat insgesamt die touristische Stärkung der Außenbezirke als politisches Ziel definiert. An dieses Versprechen wollen wir erinnern!

Es ist auch nicht nachvollziehbar, dass ein solches ökologisches Verkehrsmittel in Gefahr gebracht wird, mit dem PKW-Verkehr reduziert und Platz gespart wird. Sollte die Seilbahn nicht mehr als Zubringer für Besucherinnen und Besucher der „Gärten der Welt“ ab dem U5-Bahnhof Kienberg zur Verfügung stehen, müssen wir mit einer deutlichen Zunahme des Autoverkehrs und damit verbundenen Parkplatzproblemen rechnen. Das würde sich nicht nur auf den begrenzten Straßenraum im Umfeld der „Gärten der Welt“ und den Kienbergpark auswirken, sondern auch die ohnehin angespannte Situation in den angrenzenden Wohngebieten verschärfen.

Ein gesicherter Betrieb der Seilbahn durch die Grün Berlin ist aus den genannten Gründen aus unserer Sicht unabdingbar. Wir werden weiterhin dafür werben und Unterstützerinnen und Unterstützer suchen.“


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