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Antrag beschlossen: Bessere Bezahlung für Kita-Erzieher*innen

Zum Antrag „Bessere Bezahlung von Kitaerzieher*innen“, der in der Bezirksverordnetenversammlung im Dezember 2018 beschlossen wurde, erklärt Zoe Dahler, Sprecherin für Soziales, Familie und Senior*innen:

Die größte Baustelle bei der Ausstattung von Kitas in Berlin und in Marzahn-Hellersdorf ist die mangelnde Attraktivität und schlechte Bezahlung der Erzieher*innen. Um allen Kindern einen Kitaplatz zu gewähren, müssen die Arbeitsbedingungen und die Bezahlung verbessert werden.

Derzeit verdienen Erzieher*innen in Berlin deutlich weniger als zum Beispiel im Land Brandenburg. Diese Lohnlücke soll in den Tarifverhandlungen Anfang 2019 geschlossen werden. Anschließend müsste das Land Berlin den Trägern entsprechend mehr Geld überweisen. Da der Bund ab 2019 mehr als 100 Millionen Euro für die Berliner Kita beisteuern wird, ist eine solche Tariferhöhung auch finanzierbar.

Dabei geht es nicht nur um eine Gehaltserhöhung oder Zulage, sondern um eine höhere Eingruppierung im Tarifvertrag. Wir müssen den Beruf unbedingt attraktiver machen, mehr Kitas bauen und Plätze schaffen und die Bezahlung der Beschäftigten verbessern.

Derzeit arbeiten in Berlin rund 24.000 Erzieher*innen. In Berlin fehlen gegenwärtig ungefähr 5.500 Kitaplätze und es existiert ein mittlerer Bedarf von 6.000 Fachkräften bis 2020.

Zurzeit haben allein die Kindergärten Nord Ost in Marzahn-Hellersdorf 45 offene Vollzeitstellen – davon 30 Erzieherstellen und 15 Facherzieherstellen. Das entspricht ungefähr einem Fehlbedarf von knapp 500 Kitaplätzen.

Um die Situation zu verbessern, wurde im Juli 2018 auf einem „Kitagipfel“ mit Trägern der freien Jugendarbeit und Fachleuten sowie der Senatsverwaltung beschlossen, dass auch berufsfremde Bewerber*innen leichter als Erzieher*innen eingestellt werden können. Das Abitur als Zugangsvoraussetzung entfällt und der MSA reicht für die Aufnahme der Kitaausbildung aus.

Überprüft sollen zugleich verbindliche Ausbildungsquoten für den Kitaeigenbetrieb und für die Ganztagschulen. Bisher bildet nicht einmal jede zehnte Kita aus.

Das Gesetz zur Förderung der Ausbildung soll dahingehend geändert werden, dass ein „Aufsteigs-Bafög“ mehr älteren und erfahrenen Fachkräfte die bezahlte Ausbildung ermöglicht und dass die Bundesagentur für Arbeit die dreijährige Ausbildung komplett finanziert (bisher gibt es eine Förderung der Bundesagentur für nur zwei Jahre).

Mit dem Antrag wollen wir uns für die bevorstehenden Tarifverhandlungen für die höhere Eingruppierumg einsetzen und damit zugleich die Arbeitsbedingungen der Erzieher*innen verbessern, als auch die Eltern, die dringend Kitaplätze benötigen, unterstützen.


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