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Intersex Awareness Day – mein Körper, meine Rechte

Der heutige Intersex Awareness Day erinnert an die ersten öffentlichen Proteste von intergeschlechtlichen Menschen. Und auch heute noch dient der Intersex Awareness Day dazu, mit politischen Aktionen und Aufklärungsarbeit gegen geschlechtsverändernde Eingriffe, die ohne die Einwilligung von inter* Menschen vorgenommen werden, zu kämpfen. Der Tag soll außerdem auch auf die allgemeine Situation von intergeschlechtlichen Menschen aufmerksam machen und aufzeigen, wie ihre Menschenrechte besser geschützt werden können.

Intergeschlechtliche beziehungsweise intersexuelle Personen haben körperliche Geschlechtsmerkmale, die sich nicht als nur männlich oder nur weiblich einordnen lassen. Dies kann zum Beispiel die Geschlechtsorgane, Hormonproduktion oder den Chromosomensatz, die Figur, Haarverteilung oder Muskelmasse betreffen. Die Intergeschlechtlichkeit kann schon bei der Geburt oder aber auch erst später sichtbar werden.

In Deutschland gibt es keine offizielle Statistik über den Anteil intergeschlechtlicher Menschen. Nach wissenschaftlichen Schätzungen kann man aber davon ausgehen das etwa jedes 60. neugeborene Kind intersexuell ist.

Es war lange zeit üblich, dass intergeschlechtliche Kinder schon im Säuglingsalter operiert wurden, um sie eindeutig dem männlichen oder weiblichen Geschlecht zuzuordnen. Diese Operationen waren in den meisten Fällen nicht medizinisch notwendig und können später nicht wieder rückgängig gemacht werden. Menschenrechtsorganisationen sehen in diesen Operationen, die oft körperliche und seelische Folgen nach sich ziehen, eine Verletzung des Rechts auf körperliche Unversehrtheit und sexuelle Selbstbestimmung.

In Deutschland werden intersexuelle Kinder vor geschlechtsverändernden operativen Eingriffen seit dem 22. Mai 2021 per Gesetz geschützt. Dies ist ein erster wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Allerdings muss in unserer Gesellschaft noch eine Menge an Aufklärungsarbeit geschehen, damit intersexuelle Menschen keine Angst mehr vor Ausgrenzung und Diskriminierung haben müssen und ihre Intergeschlechtlichkeit so ausleben können, wie sie es möchten.

Sprechzeiten

im Rathaus Marzahn, Helene-Weigel-Platz 8, 12681 Berlin, Raum 312:

 

Montag 15-17 Uhr
Dienstag 10-12 Uhr
Mittwoch 15-18 Uhr
Donnerstag 12-16 Uhr

 

Telefonisch sind wir unter 030 902935820 erreichbar

Vereinbarung R2G